Bürger.Pfarrer.Professoren – St. Marien in Frankfurt und die Reformation in Brandenburg.

Ausstellung in Frankfurt(Oder)

Als Martin Luther in der sächsischen Universitätsstadt Wittenberg seine 95 Thesen anschlug, saßen einige seiner schärfsten Kritiker in Frankfurt an der Universität Viadrina des brandenburgischen Kurfürsten. Aber einige Jahre später schloss sich auch Brandenburg der Reformation an. In Frankfurt entwickelte sich ein lebendiges protestantisches Gemeinwesen.

Zeugen dieser Entwicklung sind die Epitaphien der alten fünfschiffigen St. Marienkirche. Diese Grabgemälde für angesehene Persönlichkeiten aus der Reformationszeit verbanden biblische Motive mit Darstellungen von Menschen aus ihrer Zeit. Zum Reformationsjubiläum sammelte die Frankfurter Kirchengemeinde gemeinsam mit der Ostdeutschen Sparkassenstiftung Spenden, mit deren Erlös die Epitaphien restauriert wurden, ebenso wie das Gesprenge des spätmittelalterlichen Altars der Marienkirche.

Die restaurierten Gemälde bilden nun den Mittelpunkt der Ausstellung über die Reformationszeit in Frankfurt (Oder) an drei Standorten: dem Frankfurter Stadtmuseum, der St.-Marien-Kirche und der St.-Gertraud-Kirche als neuer Heimat der Epitaphien und des Altars.

Die Ausstellung wird am 5. Mai 2017 als Auftakt des sommerlichen Kulturland-Themenjahres des Bundeslandes Brandenburg zur Reformation eröffnet und lädt bis zum Oktober zum Besuch ein.